Habt ihr Fragen zu Ausrüstungsgegenständen?
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von bettymuc » 27. Okt 2004, 11:12
Hallo  ,
wer kann mir den sagen, wo ich Infos darüber bekomme,
wie ein Raum im Keller am besten beschaffen ist, was Höhe, Wandmaterial und ähnliches betrifft um dort eine Boulderwand/grotte einrichten zu können?
Wir bauen neu und wollten den Keller schon mal klettergerecht vorsehen.
Wer baut eigentlich private Kletterwände?
danke Betty 
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bettymuc
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von Jobi » 27. Okt 2004, 11:15
Habe meine in der ersten Ausbaustufe gerade dieses WE fertig gestellt. *freu*
Wichtig sind schöne solide Decken und Wände *g*
Und am besten überlegt Ihr schonmal, wie die Boulderwand unter Verwendung des gesamten Treppenhauses bis unters Dach in eine spannende Kletterroute erweitert werden kann, ohne daß Ihr mit Absätzen und Treppenstufen ins Gehege kommt...
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Jobi
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von Jobi » 27. Okt 2004, 11:54
Es gibt zwar schon lange Tröts, aber keine abschließenden und zudem gibt es auch neue Erfahrungen.
Ich habe mich beim Bau meiner Wand im wesentlichen auf die Erfahrungen von todi09 gestützt, der seinerzeit auch eine geile Wand gebaut hat.
Allerdings bin ich seinen "Hinweisen für die Zukunft" gefolgt und habe in der Unterkonstruktion etwas abgespeckt.
Was ich ihm noch abschauen muß, ist das Einstellen geeigneter Neigungen der Wand. Andere Bauarten mit Scharnier und Kette erscheinen mir nicht stabil und statisch genug.
Zudem bin ich gespannt, wie sich die ganze Unterkonstruktion bei meinem geplanten Dach (2te Baustufe) von 260cm verhält.
Die Platten habe ich in einem experimentellen Verfahren mit Sand beschichtet und muß bis jetzt sagen, daß ich ganz angetan bin, vom Ergebnis. Zwar habe ich den Sand nicht aus dem Elbi mitgebracht, sondern lediglich vom Spielplatz um die Ecke geklaut, aber die Reibung ist fantastisch.
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von snowside » 27. Okt 2004, 11:58
hast du irgendwelche fotos vom bau? tönt interessant... ich träume schon lange von einem richtigen eigenen boulderkeller... 
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von tyler derdan » 27. Okt 2004, 12:21
sandexperiment?! da kenn ich mich aus
hab standflächen für surfbretter gemacht
da geht alles: sand, mehl, zucker, salz...
je nach gewünschter rauigkeit,reibung[/quote]
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von Schwarzbart » 27. Okt 2004, 12:45
bettymuc hat geschrieben:Hallo  , wer kann mir den sagen, wo ich Infos darüber bekomme, wie ein Raum im Keller am besten beschaffen ist, was Höhe, Wandmaterial und ähnliches betrifft um dort eine Boulderwand/grotte einrichten zu können? Wir bauen neu und wollten den Keller schon mal klettergerecht vorsehen. Wer baut eigentlich private Kletterwände? danke Betty 
Hallo Betty,
ich will dir um Gotteswillen nicht deinen Spaß verderben, will dir aber einen Hinweis geben.
Ich hatte selbst mal mit viel Geld und Einsatz eine Boulderwand zwar nicht im Keller sondern unterm Dach gebaut.
Nach anfänglicher Euphorie war es aber sehr still..weil alleine macht es einfach keinen Spaß. Meine Kumpels waren ( wie ich eigentlich auch) keine Boulderer sondern eher Leute die gerne in die Natur zum Klettern gehen.
Überlege es dir genau bevor du zu viel Geld reinhängst!!!
Meine Wand 3 Meter hoch und 7 Meter breit alles in der Dachschräge 70°
200 Griffe.
Kostenpunkt damals knappe 2000 Mark ohne Zeitaufwand!
Viel Spaß!
..hei mi leckst am Arsch..
(Oberreintalgruß)
viel scheißer find ich's .....wenn...
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von Chrissy » 27. Okt 2004, 12:51
Hallo,
bislang steht bei uns im Keller lediglich ein hoelzernes Systemboard, Gedanken fuer eine Boulderwand geistern aber schon laenger im Kopf herum. Limitierend in unserem Fall ist die normal niedrige Deckenhoehe. Ich habs nicht im Kopf, aber ich bin 179 gross und kann auf den Zehenspitzen gerade die Decke beruehren. Aus den Erfahrungen von Waenden bei Freunden in aehnlich hohen Kellern fuehrt das dann hauptsaechlich zu Traversen. Recht viel Zuege nach oben gehen sich da nicht aus. Willst Du neben der Boulderwand evtl. auch noch ein campusboard hinstellen tut jeder cm Hoehe wirklich Not. Insofern wuerde ich zu einen moeglichst hohen Keller raten, kann mir aber vorstellen, dass da die Kosten mehr als linear steigen  Evtl. kann der Trainingsraum ja auch ins Dachgeschoss gelegt werden? Da wirds dann aber im Fruehjahr immer waermer und das Trainieren immer unangenehmer.
Wie schon geschrieben: Die Waende hinter der Boulderwand sollten stabil sein. Die Decke ist sowieso betoniert.
Details: Meiner Meinung nach brauchst Du keine Sandbeschichteten Platten. Im ueberhangenden Boulderkeller steigst recht selten auf Reibung an, arbeitst Dir aber an den Tritten recht schnell die Raender der Schuhe auf. Ich wuesste nicht, an welcher Boulderwand mit bislang eine Beschichtung etwas gebracht haette. Anders schauts aus, wenn Du anstatt einer rein ueberhaengenden Wand Strukturen einbauen willst (Kanten an verschieden stark geneigten Waeden zB), die dann auch immer wieder mal gegriffen werden. Da bringt mehr Reibung natuerlich schon was.
Zu Unterkonstruktion usw. s. die schon genannten Links.
Viel Spass beim Haeusle baue,
Chris
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von CHP » 27. Okt 2004, 13:42
Jobi hat geschrieben:Zwar habe ich den Sand nicht aus dem Elbi mitgebracht, sondern lediglich vom Spielplatz um die Ecke geklaut, ...
interessant... und wie gebunden? Kunstharz, Acryl? Broeselt was ab?
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von strawp » 27. Okt 2004, 14:06
Ich bin mit meiner Konstruktion sehr zufrieden: 3Platten (1,22x2,44m) ergeben mit Balken hinten verbunden eine Boulderwand von 3,66mx2,44m (BxH). Diese Platte steht auf einem kleinen Unterbau von vielleicht 20-30cm Höhe. Die Wand ist mit Ketten an der Decke/Wand befestigt und mittels Flaschenzug in der Neigung verstellbar.
Zum einen ist die Konstruktion ausreichend stabil, da die Wand hinreichend schwer ist (mit Griffen wahrscheinlich 150kg). Die Wand wackelt z.B. bei Dynamos nur unwesentlich, bekommt man beim klettern nicht wirklich mit.
Zum anderen erlaubt die verstellbare Neigung ein sehr intensives Training. In Boulderhallen mit festen Neigungen hat man ja häufig das Problem, daß die Boulder entweder zu leicht oder zu schwer für den richtigen Trainingsreiz sind.
Schließlich ist eine solche verstellbare Konstruktion für eine gründliche spezielle Erwärmung sehr hilfreich. Auch dies fällt mir in Boulderhallen wesentlich schwerer.
Die Höhe meiner Wand ist für meine Körpergröße (unter 1.70) ideal bis ausreichend. Für Leute über 1.85 ist die Wand allerdings zu klein.
Desweiteren denke ich, daß eine private kleine Kletterwand nicht unbedingt mit dem Anspruch gebaut werden sollte (wegen Verhältnis von Zeit/Geld/Raum zu Nutzen), vielfälltige Strukturen etc zu bieten. Dafür trifft man sich lieber in einer ordentlichen Kletterhalle und kommt dabei gleich mal heraus aus seinem Mief.
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von Jobi » 27. Okt 2004, 16:24
snowside hat geschrieben:hast du irgendwelche fotos vom bau? tönt interessant... ich träume schon lange von einem richtigen eigenen boulderkeller... 
Ja, klar, hab mal ein Foto vom Bau der ersten Stufe ins Netz gestellt. *stolzGeschwelteBrustRauskehr*
Nur die unteren zwei Platten sind beschichtet, weiter oben macht es tatsächlich keinen Sinn. Die Beschichtung im unteren Bereich ist auch nur "für's Feeling". Zur Beschichtung habe ich (genauer: meine Kids) die Platten dünn mit Holzleim bestrichen und dann den Sand aufgerieben. Das ganze mehrfach wiederholt. Es bröselt nicht, wie haltbar das ganze aber tatsächlich ist, kann ich nicht sagen.
Die Kosten für diesen "Bauabschnitt" inkl. Griffe und dem nicht abgebildeten Lattenrost (4m breit) aber ohne Matratzen beliefen sich auf ca. 200 Euronen.
Es schließt sich nunmehr am oberen Rand eine Schräge an (ca 60 cm) und sobald ich die nächsten Platten mit Griffe versehen und angebracht habe, auch ein 2m Dach. Damit ist für meine 172cm Körperhöhe das Probem der zu niederen Wand behoben, der Raum hat 240cm Raumhöhe.
Naja, jetzt gibt's halt weder Wohn- noch Eßzimmer in der Hütte  aber das war mir ohnehin zu "bieder" 
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von Larry » 28. Okt 2004, 10:41
Hab mir vor einiger Zeit mangels Kletterhallen in der Nähe auch ne Wand gebaut. Allerdings nicht im Keller sondern auf dem Dachboden (Heuboden von nem alten Bauernhaus). Das ganze Ding ist 2,50m breit und 5m hoch geworden, davon ca die Hälfte 45% überhängend am Dachstuhl, macht ne Routenlänge von ca 7m. Hört sich nun alles gut an, aber ich muss mich da dem Schwarzbart anschließen: alleine klettern ist auf Dauer etwas öde!
Zur Konstuktion: Dachsparren mit Dachlatten in kl. Balkenschuhen im 40cm-Abstand querverlattet und dann 15mm Bausperrholzplatten draufgeschraubt. Die Platten haben ein 20cm-Lochraster und sind mit Sand-Lack bestrichen. Dazu hab ich Parkettlack 1/3 Volumen Füllsand untergerührt (besser noch weniger Sand nehmen!). Parkettlack trocknet ewig langsam (ca 1 Woche bis zur vollen Belastbarkeit) ist aber gut haltbar. Hat die erste Woche ein wenig gebröselt, der Lack war aber wohl noch nicht komplett ausgehärtet.
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von Jobi » 28. Okt 2004, 11:24
Larry hat geschrieben:Hört sich nun alles gut an, aber ich muss mich da dem Schwarzbart anschließen: alleine klettern ist auf Dauer etwas öde!
Na, die Boulderwand im Haus heißt ja noch lange nicht, daß man da nur alleine klettert.
Meine Kinder klettern auch, in unmittelbarer Nähe wohnt ohnedies mein "Kletter-Mentor" und andere, mit denen ich mich sonst in der Kletterhalle treffen würde, waren auch schon zu Besuch.
Die Halle ist für mich ohnehin nur Trainingsmittel - bei gutem Wetter bin ich weder in der Halle noch zu Hause, sondern am Fels.
Bin mal gespannt, ob, sobald meine Erfahrung mit der Wand über einen relevanten Zeitraum gewachsen ist, ich mich eher doch Eurer Meinung anschließe...
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von Hoffi » 28. Okt 2004, 14:46
bettymuc hat geschrieben:Wer baut eigentlich private Kletterwände? danke Betty 
Die da z.B.: http://www.tds-climbingsystems.de/
"Climbing is not like playing golf, you know."
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von calanques » 28. Okt 2004, 21:56
Mit dem Thema hab ich mich kürzlich auch beschäftigt, ein paar Links:
http://www.indoorclimbing.com/climbing_walls.html
http://www.metoliusclimbing.com/howto.htm
http://www.magma.ca/~onsight/contents.htm
http://www.uncarvedblock.com.au/woodieplans.html
http://www.jo-uto.ch/Andreas_Boulderwand/Seite1.htm
Ausserdem hats mich interessiert, wie man Griffe selber macht. Folgendes hab ich herausgefunden:
- Mit Epoxy- oder Polyesterharz giessen (bestellen übers Web oder kaufen bei Bootsfachgeschäft, wird zum Reparieren von Booten verwendet)
- Form fürs Giessen: Floristenschaum-Block (das grüne Zeugs), Lehm, Gips (z.B. Knetgummi abgiessen)
- Mit Sand mischen bis die Masse weder matschig noch bröckelig ist
- Schraubenlöcher mit Stäben ausparen erspart Bohren
- Gipsabdruck mit Vaseline oder Fett einschmieren damit der Griff gut herausgelöst werden kann
- Lebensmittelfarbe zum Färben des Griffs beimengen
- Aus Knetgummi Griff formen, Silikonabdruck, in Sand betten & ausgiessen ist auch eine Methode, der Griff kann hier gut gelöst werden
- ev. Griffe nachher Sandstrahlen für rauhere Oberfläche
Naja, der Zeitaufwand ist nicht gerade klein, die Dämpfe nicht gesund, wird also eher etwas für Heimwerker sein (habs noch nicht selber probiert). Viel Spass 
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calanques
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