Habe gestern Abend auf Arte einen Bericht über Sherpas am Mount Everest gesehen. Hat mich sehr beeindruckt.
Bis auf wenige Ausnahmen sind eigentlich nur die Sherpas als Bergsteiger zu bezeichnen. Die Expeditionsteilnehmer sind lediglich Vieh, das auf den Gipfel getrieben wird.
Die Sherpas bauen sämtliche Läger auf und ab, erkunden den Weg durch den Eisfall und richten ihn ein. Verlegen die Fixseile, welche durchgehend vom Basislager bis zum Gipfel verlaufen, tragen sämtliches Gepäck. Am Gipfeltag hat jeder Expeditionsteilnehmer einen persönlichen Sherpa, der ihn unterstützt. Es ist unvorstellbar, was diese Menschen leisten.
Die Expeditionsteilnehmer tragen dagegen lediglich minimales Tagesgepäck.
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die dokumentierte Expedition überwiegend aus schweizer Bergführern bestand und von den Scherpas als sehr leistungsstark eingestuft wurde, ist die leistung der Sherpas und die dagegen armselige Rolle der Expeditionsteilnehmer umso beeindruckender.
Wenigstens werden die Sherpas gut entlohnt. Es gibt pro Expedition um die 5.000,-US$ für die Höhensherpas. Ein in Nepal das Mehrfache eines durchschnittlichen Jahresgehaltes.