Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert 7b+

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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon mangiari » 6. Mai 2010, 10:09

Aber dann zeigt mir mal den Spitzensportler, der damit erst in der späten Jugend leistungsorientiert angefangen hat. Aus der Leistungssichtweise muss man einfach sehen dass man als Kind um ein vielfaches schneller lernt als im Erwachsenenalter. Wer also möglichst viel erlernen will (ob schulisches lernen wichtiger ist als Klettertechnik erlernen ist auch eine reine Meinungsfrage), der muss halt früh anfangen, wenn er später den anderen nicht ständig hinterher hinken will.

Ist auch sehr individuell. Es gibt halt Personen die sind halt mehr so die Mitmacher und der Durchschnitt, dann gibt's welche die tun sich immer ein bissl schwerer und dann gibt's halt auch solche die immer die Überflieger sind und ohne sich sehr stark anzustrengen den Durchschnitt ganz locker in die Tasche stecken. Für die kann auch Schule zum Leistungssport werden, wenn mehrere dieser Art aufeinander treffen und zu konkurieren beginnen und auch dort entwickeln sie die typischen abgehobenen Merkmale die man bei jungen "Shootingstars" oft beobachtet.

Ich halte es nicht für verkehrt, wenn z.B. ein Kletter-begeisterter Vater seine Kleinstkinder auch zum Klettern mitnimmt und diese dann auch zu Kletterbegeisterten heranzieht. Solange es halt den Kindern auch Spaß macht. Wer unbedingt einen Kletterer will, obwohl das Kind nichts damit anfangen kann, wird zurecht kritisiert.

Und wer meint 100% der Bevölkerung sollen doch mal ordentlich in die Schule gehen und alle das gleiche lernen, das gleiche Leben führen, der ist halt meiner Meinung nach mit seinen Werten irgendwo im vorletzten Jahrhundert hängen geblieben. :roll:
Wieso soll es nicht auch Zirkuskinder geben, Leistungskletterer-Kinder, oder was es halt sonst noch so für außergewöhnliche Arten gibt, aufzuwachsen. Der Mensch ist unglaublich anpassungsfähig. Scheinbar verliert er aber diese Gabe mit dem Alter schleichend...
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon der grieche » 6. Mai 2010, 10:58

martin_h hat geschrieben:Ich lehne Spitzensport für Kinder ab.


wenn man sich die kids mal beim klettern anschaut bezweifle ich, dass 7b+ noch als spitzensport durchgeht (aber sicher eine saugute leistung für einen 10jährigen

martin_h hat geschrieben: - Es ist gesundheitlich nachteilig für den noch im Aufbau befindlichen Körper


das prob. mit den wachstumsfugen kommt erst später - klettern ist ja ansich ein sport, der den ganzen körper fordert.

martin_h hat geschrieben: - Es lenkt vom schulischen Lernen ab, wichtig für das ganze spätere Leben


ja - die kinder sollten am besten vormittags in der schule sitzen und am nachmittag im hort betreutes lernen haben. wer vor der zeit fertg ist, darf kurz in die sandkiste (aber nicht schmutzig machen!). dann sind sie ausgeglichen und können sich am abend über ihre berufliche laufbahn gedanken machen. ab 10 könnten sie ja auch noch mit freiwilligen arbeiten (rasen mähen, autoputzen, etc. ) zumindest ein grundkapital anhäufen (für zukünftige umschulungen oder so?)

martin_h hat geschrieben: - Es fokussiert das Kindsein auf einen ganz bestimmten Punkt, während eine große Bandbreite verschiedener Aktivitäten für eine umfassende Charakterbildung wichtig ist.


bei den kletterreisen der kinder wird nur geklettert. da wird sonst nix gemacht - ehrlich. das die kinder fremde länder sehen, ihre fremdsprachen mal in der praxis verwenden können, durchs sichern verantwortung übernehmen, sich für andere freuen, .... hat alles sicher nicht mit charakterbildung zu tun.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon tommi » 6. Mai 2010, 11:08

Die Diskussion läuft gerade auch auf boulderrausch (Kommentare zu news), weil eine 8-jährige einen 7b+ Boulder gezockt hat.

Meine Meinung dazu hab ich schon kundgetan, wiederhole sie kurz: In allen Sportarten (auch im Klettern) werden Wettkampfergebnisse insbesondere der vielen Kinder- und Jugendwettkämpfe veröffentlicht. Fakt! Jetzt eine Zensur für Leistungen am Naturfels zu verlangen, ist scheinheilig.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon subtleplague » 6. Mai 2010, 11:37

ich bin dafür adultes hobbyklettern bei personen mit einem broterwerb zu verbieten, denn diese larifari "ich habe spass" Einstellung zerstört die Fundamente unserer modernen Leistungsgesellschaft. Anstelle sich im Sinne der Prämisse des "Lebenslangen Lernens" fortzubilden oder Überstunden für ein effizienteres Fortkommen im System zu leisten, hampeln sie in mittelschweren Touren am Fels herum und verteidigen ihr Unvermögen mit den Worten " der grad ist ja nicht so wichtig - mir geht es nur um den spass an der bewegung am fels".
Ich meine es ist ja gut und schön, dass sie keinen Leistungsanspruch an sich selbst haben, aber dann auch noch den Leistungsanspruch anderer in frage zu stellen, gefährdet unser soziales und ökonomisches gefüge. Spass macht es Kindern ohnehin nicht schwer zu klettern, und ich als Experte für vielerlei Dinge im Internet kann das ja definitiv beurteilen, aber es von launischen Berufsversagern verboten zu bekommen ist nicht im Sinne eines Kampfes gegen die spätrömische Dekadenz.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon jo3 » 6. Mai 2010, 12:07

Es ging hier ursprünglich nicht um die Tatsache, dass ein 10Jähriger schwer klettert (das soll er doch tuen, solange er nicht gezwungen und auf totalen Erfolg geeicht wird und Spaß daran hat), sondern um die Vermarktung und Publikation von solchen Leistungen durch profilneurotische Eltern.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon SchneckiWest » 6. Mai 2010, 12:58

das was ihr hier treibt ist doch akademische schaumschlägerei. mit eurem blendwerk und wortgeklingel und wissenschaftlichem imponiergehabe mit einer gehobenen blender sprachkultur werden tiroler auch nicht stärker beim klettern. 7b+ ist nix besonderes, auch für einen 10-jährigen nicht. ein junge namens westphal hat auch mit 10 oder 11 schon 10er gzogen, also wo soll gesellschaftlich oder im sozialgefüge ein ösi sonderlich hervorstechen. ich mein, den tourismusverband inntal tirol, den interessierts vielleicht noch, aber den rest ??? der rest muss sich eben weithin den klettern boulevard shit reinziehen, den mags monatlich ablassen.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon MolaMola » 6. Mai 2010, 18:07

Mir persönlich ist es wurscht, ob der Zwerg 7b+ oder mehr klettert. Soll er doch, wenn es ihm Spaß macht. Eine tolle Leistung ist es, das steht außer Frage. Aber den Text hat nie und nimmer ein Zehnjähriger geschrieben. Insofern empfinde ich die Ich-Form peinlich; ich bin ein ausgeprägter Fremdschämer. Man hätte den Text ganz locker in der 3. Person singular schreiben - oder, bei mangelnden sprachlichen Fahigkeiten, schreiben lassen können. Herausgekommen wäre ein schöner und informativer Beitrag, über dessen eigentlichen Inhalt sich die Befürworter und Gegner des kindlichen Hochleistungsvergnügens mit Wollust in die Haare hätten fahren können. So ist es nur ein enorm wurstiger, schwurbeliger und hochnotpeinlicher Artikel geworden, angefüttert mit einigen Formulierungen, die wohl jugendlich klingen sollten: Läuft ja super... Alles Trocken - ready zum Start... Wow, das ging recht locker... Es schüttelt mich!
Die Photosynthese war eine gute Idee.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon B.Onzai » 6. Mai 2010, 19:48

http://news.climbing.de/andreas-bindhammer-wiederholt-la-novena-enmienda-9a/

da musst du mal das lesen. Da hat der Andreas über sich selber einen brutal einschläfernden Roman geschrieben und sich zum Schluß zur Strafe noch einmal selber interviewt und das alles in der dritten Person. Das ist der Hammer!

aber, Jungs - da seid ihr selbst schuld - müsst ihr mal klartext reden, dass ihr diesen langweiligen Stuß nicht lesen wollt.
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon Olli » 6. Mai 2010, 19:58

Nichts gegen die Leistung des Kleinen, aber der Nachrichtenwert für Klettersportler ist etwa ähnlich sensationell wie die Meldung: "120 g-Forelle am Chiemsee geangelt".
Kein Wunder, dass es überwiegend hämische Kommentare hagelt - das hätte man dem Kind ersparen müssen...
Als der 10-11jährige Adam Odra Baby Basher geklettert ist - als Kochel-10+ mit fiesen Seitgriffen, quetschigen Slopern und Toni-Lamprecht-Längenzügen nicht gerade eine kinderfreundliche Kletterei - habe ich zum letzten Mal über die Leistung von Kindern gestaunt...
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon Diego » 6. Mai 2010, 20:24

Na dann kann man sich in Zukunft sämtliche News sparen, wenn es nur darauf ankommt den nächsten Superlativ hochzupreisen.
Ich finde die Leistung super und sie ist allemal einen Bericht wert, und wenn es nur das Selbstbewußtsein des Jungen stärkt, hat er sich schon gelohnt.
Übrigens haben schon diverse Schriftsteller in jungen Jahren Bestseller geschrieben, warum sollte also der Junge den Bericht nicht selbst verfasst haben? Nur weil das keiner von euch kann? Und wenn Papi hier und da nachgebessert hat, wird dadurch die Leistung des Jungen geschmälert?
Der Junge ist 10!! da muss man die Sache schon noch etwas pädagogischer betrachten.

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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon Jürgen-Kremer » 6. Mai 2010, 21:53

"eine Sintersäule, welche ich mit meinen kleinen Händen...."

Ich lach mich tot. Meiner Ansicht nach auch nur peinlich, ohne jetzt die Leistung schmälern zu wollen, ich gönne dies dem Jungen. Und gratuliere ihm zu seiner Leistung. Die Vermarktung braucht es sicherlich nicht.

Klar ist es richtig, Kinder zu Leistung und auch zum Leistungssport zu bringen, klar hat jeder auch unterschiedliche Talente und wird schnell besser oder bleibt eben nur Mittelmaß. Aber das hängt oft nicht von den Kindern ab, sondern von den Eltern oder von den Trainern, die von Ehrgeiz zerfressen werden. Ich erzähl es mal von mir, ich wurde mit 6 Jahren wegen einer Rückradverkrümmung beim Schwimmen angemeldet. Da ich nicht nur Ente spielen wollte war ich regelmäßig beim Training und holte entsprechend einiges an so Pötten, die es dann eben ab und an gibt. Nun ging es aber los, ein Schwimmtalent war geboren und das sollte man fördern. Wie es dann zugeht in Training oder in jugendlichen Köpfen, das kann sich nur jemand vorstellen, der das auch erlebt hat.

Mit 16 bin ich dann - mitten im Training - von einem Tag auf den nächsten aus dem Schwimmverein ausgetreten. Aus eigenem Entschluß, die Trainer waren schockiert.

Seit diesem Zeitpunkt schwimme ich nicht mal mehr im Gardasee, sondern gehe halt mal rein, wenn das Deo schon öfters versagt hat. Welche Leistung man erbringen will, muß man den Jugendlichen, nicht den Trainern oder den Eltern überlassen.

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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon wollfiech » 6. Mai 2010, 23:17

Ging mir ähnlich wie dem Jürgen,der Leistungsdruck a'la Jugend trainiert für Olympia
kann einem den Spaß schon ziemlich versauen.
Und auch wenn es für den jungen Menschen Toll ist so eine Route gemacht zu haben
ist es etwas so Interessant wie der berühmte Sack Reis der geplatzt sein soll...
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon lampi » 27. Jul 2010, 10:40

Es wird noch schärfer: http://www.titotraversa.it/
Und der Kleine erfüllt sogar dem MgCO3 seine ganz dringenden modischen Befindlichkeiten. :D
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon Ratriumph » 2. Aug 2010, 19:37

Immerhin hat der Junge geschmack bei der Hintergrundmusik die da läuft. =D>

Jetzt muss mein Junge endgültig mehr ran. Mind. 5 x training pro Woche ist angesagt :-"
Dabei waren wir mit der ganzen Familie extra in Finale in den Ferien......... #-o
Of all the things I've lost,
I miss my mind the most.

HARD ROCK - MY FUN
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Re: Der 10-jährige Tiroler Kletterer Mathias Posch klettert

Beitragvon lampi » 2. Aug 2010, 19:44

Ratriumph hat geschrieben:Immerhin hat der Junge geschmack bei der Hintergrundmusik die da läuft.
Ich nehme an das ist ironisch gemeint. Die von Dir als Musik bezeichneten Lärmemissionen sind doch schon drei Mal so alt wie der Bub.
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